KUPFERSPIRALE


Kupferspiralen, auch Intrauterinpessare (IUPs) genannt, sind etwa streichholzgroße, T-förmige Kunststoffteilchen, die mit einem Kupferdraht spiralig umwickelt sind (daher der Name!).

Während der Monatsblutung wird die Spirale vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt. Sie kann dort bis zu 3 Jahre verbleiben und wird danach am sog. Rückholfaden, einem dünnen Kunststofffädchen, wieder herausgezogen. 

Der Rückholfaden, auch Kontrollfaden genannt, lässt sich meist auch von der Patientin selbst am Muttermund tasten.

Von der Kupferspirale werden winzige Kupfermengen kontinuierlich an die Gebärmutterschleimhaut abgegeben, die Samenbeweglichkeit wird so gehemmt und die Einnistung einer Eizelle verhindert.

Die Kupferspirale ist die sicherste, nichthormonelle und reversible (rückgängig zu machende) Verhütungsmethode. Anwenderfehler sind auszuschließen.

An Risiken sind die Möglichkeit der Gebärmutterverletzung bei der Einlage, ein Wandern oder Herausrutschen der Spirale, möglicherweise etwas häufigere Unterleibsentzündungen und Eileiterschwangerschaften zu nennen.

Die Monatsblutung wird häufig stärker.

Die Lage der Kupferspirale in der Gebärmutter sollte etwa 4-6 Wochen nach der Einlage und danach in halbjährlichen Abständen mittels Ultraschall kontrolliert werden.


  • Pearl-Index: 0,5
  • Kosten: Multiload Cu375® 26,74 € (UVP 1.8.10) Kosten für Einlage und Entfernung nach GOÄ.
  • Achtung: Dies ist nur ein Beispiel, es gibt zahllose Formen und Modelle von Kupfer-IUPs, die sich preislich allerdings nur wenig unterscheiden.
  • Hinweis: Es werden halbjährliche Ultraschallkontrollen zur Lagekontrolle empfohlen, auch diese sind keine Kassenleistung und werden nach GOÄ berechnet.
  • Weitere Informationen: www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/spirale
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